Der 27 Kilometer lange Apfelstädt-Radweg zwischen Tambach-Dietharz und
Günthersleben ist jetzt durchgängig befahrbar.

Hohenkirchen. Der Himmel wurde immer dunkler. Das hielt aber etwa 80 Radfahrer
nicht davon ab, am Samstag an der Einweihungstour des letzten Abschnittes auf
dem Apfelstädt-Radweg teilzunehmen. Sie radelten von der Lohmühle über
Georgenthal, Herrenhof und Hohenkirchen bis zur neuen Brücke im Kollerstedter
Grund und ein kleines Stück zurück. Auf dem Gelände des "Ohratal"-Betriebes
wurde gerastet. Viele Teilnehmer waren des Lobes voll über den neuen Weg.


Hugo Reinsch aus Tambach-Dietharz, 77 Jahre alt, nutzte ihn schon vor der offiziellen
Einweihung eifrig. "Ich fahre ihn beinahe jeden Tag", sagte er. Dafür erhielt er
am Samstagnachmittag eine Anerkennung. Auf 90 Prozent beläuft sich die Förderung
für das Vorhaben, das gut eine Million Euro gekostet hat. "Die Eigenmittel
brachten zum größten Teil die Gemeinden Georgenthal, Hohenkirchen und Herrenhof
auf. Für die Beschilderung haben sich außerdem Tambach-Dietharz,
Günthersleben-Wechmar und Schwabhausen der Zweckvereinbarung mit unserer
Verwaltungsgemeinschaft angeschlossen", so Achim Seeber, Vorsitzender der
Verwaltungsgemeinschaft "Apfelstädtaue". Er radelte am Samstag natürlich
ebenfalls mit.
Ausnahmsweise hatten die Radler auch bei den Straßenüberquerungen freie Fahrt.
Dafür sorgten Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Herrenhof, die zum Beispiel
an der B 247 den Verkehr kurz stoppten. Die 27 Kilometer lange Route verbindet
nun den Rennsteig-Radweg bei Tambach-Dietharz mit der Bach-Erlebnisroute bei
Ohrdruf und mit der Thüringer Städtekette bei Günthersleben. Ein Faltblatt, vom
Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land herausgegeben, zeigt diese
Anbindungen und bietet außerdem Höhenprofil, Informationen zu Erlebenswertem am
Rande, Tipps zu Rastplätzen und Fahrradservice. "Es ist in der
Tourist-Information in Gotha erhältlich, findet aber auch bei unseren
Messeauftritten außerhalb Thüringens viel Interesse", sagt Bettina
Aschenbrenner, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes.
 
Claudia Klinger / 18.06.12 / TA