Ein neuer Abschnitt des Ilmtalradweges soll in diesem Jahr zwischen Annawerk und
der Ortslage Gräfinau-Angstedt gebaut werden.

Gräfinau-Angstedt. Lediglich für die neue Brücke zur Ilmquerung in Höhe des
Hartplatzes am Sportplatz Gräfinau-Angstedt fehle noch eine Genehmigung,
informierte Bürgermeister Lars Strelow. Wenn diese voraussichtlich im März
vorliegt, soll sofort die Auschreibung für das Brückenbauwerk und den 2,50 Meter
breiten Radweg erfolgen. Mit einem Baubeginn rechnet Strelow nicht vor dem
Sommer.


Einwohner, die sich für den Streckenverlauf interessieren, können seit dieser
Woche die Planungsunterlagen im Bauamt des Gräfinau-Angstedter Rat-hauses
einsehen.
 
Das Straßenbauamt wollte bereits 2012 die Landesstraße zwischen
Gräfinau-Angstedt und Gehren im Bereich der Wohlrosebrücke am Annawerk
umverlegen. Doch am Ende fehlte das Geld, informierte Strelow zur
Einwohnerversammlung. Für dieses Jahr habe das Amt die Mittel zwar wieder
angemeldet, doch ob die Maßnahme umgesetzt wird, ist noch unklar. Die Brücke sei
für schwere Fahrzeuge nicht mehr tragfähig, soll aber künftig für den Radweg
weiter genutzt werden. Bleibt der Neubau aus, müssen die Radfahrer auch künftig
auf der Straße fahren, wenngleich auf einem deutlich kürzeren Abschnitt. Der
neue Abschnitt mit Brücke kostet für die Wolfsberger Gemarkung nach jetzigen
Schätzung 539 000 Euro, wobei das Land mit 485 100 Euro rund 90 Prozent der
Kosten übernimmt.
 
Auf Wolfsberg kommen dennoch 53 900 Euro zu, was neben dem gemeindlichen Anteil
für den Kanalbau in der Stadtilmer Straße von Gräfinau-Angstedt den Großteil der
Investitionen ausmachen wird.
 
Weil Stadtilm die Projektsteuerung des Radwegebaus zeitlich nicht mehr zu
leisten konnte, wurde ein Ingenieurbüro mit einem Teil der Aufgaben betraut. Das
sorgt auch für die beteiligten Kommunen für höhere Kosten. Für Wolfsberg sind
das rund 2000 Euro.
 
 
Gabi Schmidt / 24.01.13 / TA