Bei einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) kamen Radwege
besser als der Durchschnitt weg.

Ilmenau. Die Stadt Ilmenau hat bei einer bundesweiten Befragung des Allgemeinen
Deutschen Fahrradclubs (ADFC) überraschend gut abgeschnitten: Bei den
Kleinstädten unter 100.000 Einwohnern attestierten 77 teilnehmende Radfahrer
Ilmenau mit der Gesamtnote 3,56 zwar nur ein knappes "ausreichend" -
thüringenweit hat die Universitätsstadt damit allerdings die Nase vorn. "Die
Nachricht vom guten Abschneiden der Stadt Ilmenau im Ranking um eine
fahrradfreundliche Stadt habe ich freudig zur Kenntnis genommen", erklärte am
Montag Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) auf Nachfrage unserer
Zeitung.


Die beste Bewertung erhielt Ilmenau von den Teilnehmern der
ADFC-Befragung hinsichtlich der Infrastruktur, die mit 2,98 benotet wurde. Die
Qualität der Oberflächen von Radwegen wird mit 2,7 bewertet - die Erreichbarkeit
des Stadtzentrums sogar mit 2,18. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist der
Stellenwert der Radfahrer als Verkehrsteilnehmer gestiegen. "Viel zu meckern
haben wir nicht mehr", bekannte mit Blick auf die verstärkten Investitionen bei
der Radtour von Kommunalpolitikern und dem ADFC-Kreisverband auch Vorsitzender
Peter Schütz.
 
Als feste Größe ist seit mehreren Jahren eine Summe von 50 000 Euro im Haushalt
eingeplant. Damit soll die Infrastruktur für den Radverkehr in Ilmenau weiter
verbessert werden. So wurden im vergangenen Jahr mit dem Abschnitt des
Bahntrassenradweges und der Markierung in der Krankenhausstraße nicht nur neue
Radwege angelegt - mit den Randstreifen am Trieselsrand und der weiteren Öffnung
von Einbahnstraßen kamen neue Angebote hinzu. Darüber hinaus tagt im Ilmenauer
Rathaus regelmäßig die erst im vergangenen Jahr gegründete Arbeitsgemeinschaft
Radfahren - mit Johanna Kielholz und Volker Fölsche gibt es überdies zwei
Radbeauftragte der Stadt.
 
 
Arne Martius / 05.02.13 / TA