Sachsen-Anhalts Landeskommando kündigt Freigabe an. Bürgerinitiative hofft auf
weiteres Entgegenkommen.

Zeitzer Forst. In die Causa Zeitzer Forst kommt Bewegung. Die Bundeswehr
kündigte in dieser Woche in Naumburg an, zwei Wanderwege in dem Waldgebiet zu
öffnen.
 
Das teilte Michael Kretschmer von der Bürgerinitiative (BI) "Kein Schuss im
Zeitzer Forst" mit. Das Bundeswehr-Landeskommando Sachsen-Anhalt bestätigte die
Berichte. Demnach sollen die Wege für Spaziergänger und Radfahrer noch in diesem
Jahr geöffnet werden, aber nur zu Zeiten, wenn die Bundeswehr auf dem Gelände
nicht übt. In dem Forst unterhält die Bundeswehr einen Standortübungsplatz. Zwar
üben hier vorrangig die Panzerpioniere vom Geraer Hain, doch das Gelände
befindet sich auf sachsen-anhaltischem Territorium. Aus diesem Grund setzte nun
auch das Bundeswehr-Landeskommando aus Magdeburg fest, dass zwei Wege in dem
bisher für die Öffentlichkeit gesperrten Areal zugänglich gemacht werden.


Traditioneller Ostermarsch am 1. April
 
Dies betrifft einen Weg von Lonzig nach Nickelsdorf und einen Weg, der von den
Bewirtschaftungszonen für Pferde und Rinder in den Forst führt. "Das ist ein
erster Schritt", sagte Michael Kretschmer von der Bürgerinitiative "Kein Schuss
im Zeitzer Forst". Man freue sich auf das Entgegenkommen der Bundeswehr.
Gänzlich zufrieden ist die Bürgerinitiative jedoch nicht. So ist keine
Querverbindung zwischen beiden Wegen vorgesehen. "Wir hoffen auf einen
Rundwanderweg", sagte Kretschmer. Und Heidi Rößler, BI-Mitglied aus Gera-Aga,
ergänzt: "Von der Agaer Seite kommt man bisher gar nicht heran". Beide hoffen
auf ein weiteres Entgegenkommen.
 
Die Bürgerinitiative bereitet zur Zeit den Ostermarsch durch den Forst am 1.
April vor. Im Vorjahr nahmen daran rund 500 Menschen teil. Sie demonstrierten
auch gegen den Bau einer Schießanlage. Die Pläne liegen derzeit auf Eis. Seitens
der Bundeswehr wird eine neue Stellungnahme samt Lärmgutachten erwartet. OTZ/kas