Quelle: Tourismusverband "Sächsisches Burgen- und Heideland" e.V.

Der Lutherweg in Sachsen nimmt Gestalt an. Für die als Rundwanderweg konzipierte
Wegstrecke von über 500 Kilometern ist bis August 2012 ein
Beschilderungskonzept, das die Wegführung sowie die Beschilderung beinhalten,
erarbeitet worden. "Der Antrag zur Finanzierung der Beschilderung liegt bei
bereits in Dresden vor", so Dr. Katharina Sparrer, Geschäftsführerin des
Tourismusverbandes "Sächsisches Burgen- und Heideland" e.V.


Geplant ist, insgesamt 3.070 Pfeilwegweiser und 1.953 Wegmarken sowie 42 Tafeln
in den Kommunen am Lutherweg aufzustellen. Die Schilder des Lutherweges in
Sachsen werden wie die Lutherwege in Thüringen und Sachsen-Anhalt ein grünes "L"
auf weißem Untergrund als Logo tragen. Die Wander- und Pilgerstrecke wird
vorrangig auf bereits vorhandenen Wegen angelegt, da historisch authentische
Wegführungen nicht immer als Wanderwege nutzbar sind. An den Wegstationen werden
die Pilger aussagekräftige Informationstafeln vorfinden. Die landschaftlich
reizvolle Wegstrecke bindet bereits bestehende touristische Attraktionen,
besonders im Tal der Burgen, mit ein.
 
Neu am sächsischen Lutherweg ist der spirituelle Impuls, der den Wanderern mit
einem Geleitspruch auf den Weg gegeben werden soll. Ergänzend dazu finden
Wanderer Erläuterungen zu landschafts- und ortsbezogenen Themen vor.
 
Der Lutherweg in Sachsen lädt ein, Wirkungsstätten Martin Luthers und anderer
Reformatoren zu besuchen und macht den Werdegang und die Auswirkungen der
Reformation in Sachsen erlebbar. Der Lutherweg in Sachsen wird sich über rund
500 Kilometern erstrecken, ursprünglich war eine Wegstrecke von 340 Kilometern
geplant.
 
Insgesamt 26 Kommunen liegen an der Wanderstrecke: Bad Düben, Dreiheide, Torgau,
Schildau, Wurzen, Trebsen, Grimma (Kloster Nimbschen), Colditz, Mügeln (Kloster
Sornzig), Leisnig (Kloster Buch), Döbeln, Waldheim, Kriebstein, Rochlitz, Penig,
Wolkenburg, Glauchau, Zwickau, Crimmitschau, Gnandstein, Borna, Neukieritzsch,
Leipzig, Eilenburg und Löbnitz.
 
Grundlage der Streckenführung bildete ein von der Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche Sachsens erstelltes Arbeitsdokument.
 
Der erste Teilabschnitt von Löbnitz über Bad Düben, Dreiheide nach Torgau wurde
Anfang September 2011 im Beisein von Ministerpräsident Stanislaw Tillich in
Torgau eröffnet. 2014 soll die gesamte Wegstrecke fertig sein.
 
Der Lutherweg in Sachsen wird zusammen mit den Lutherwegen in Sachsen-Anhalt und
Thüringen den Mitteldeutschen Lutherweg bilden. Dieser wird eine Länge von fast
2.000 Kilometern haben. Der Anschluss nach Thüringen ist über Altenburg und nach
Sachsen-Anhalt über Bad Düben möglich.
 
Der Lutherweg in Sachsen wird einschließlich der Kosten für die touristische
Vermarktung rund 800.000 Euro kosten. Mit dem Projekt "Lutherweg in Sachsen" ist
der Tourismusverband "Sächsisches Burgen- und Heideland" e.V. beauftragt. Alle
Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte des sächsischen Lutherweges sind im Rahmen der
"AG Städte am Lutherweg" ständig in die Projektumsetzung einbezogen. Mit der
Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sowie den Kirchgemeinden am
Lutherweg bestehen enge Kontakte.
 
Der Lutherweg in Sachsen soll ein Angebot zur im Herbst 2008 ausgerufenen
Lutherdekade sein, die 500 Jahre nach dem Eintreffen Martin Luthers in
Wittenberg begann und 2017 mit dem 500-jährigen Jubiläum des Thesenanschlags an
der Wittenberger Schlosskirche endet.