Ob Kirchturm, Ortschaft oder Flurstück: Im Frühjahr werden die Tafeln entlang
des Talsperrenwanderweges rund um Zeulenroda angebracht.
Zeulenroda-Triebes. 50 Schilder sollen ab dem kommenden Jahr dem Wanderer des
Premium-Talsperrenwanderwegs darüber Auskunft geben, was er von bestimmten
Standorten aus sieht.
 
Der Hinweis, dass eine solche Beschilderung fehlt, kam von den Gästen der Stadt
Zeulenroda-Triebes, erzählt Hans Lipka, Mitglied im Verein "Talsperre Zeulenroda
erleben". "Immer wieder wurde zwar die Ausschilderung des 45 Kilometer langen,
vom Deutschen Wanderverband zertifizierten Wanderweges um die Talsperre
Zeulenroda und die Weidatalsperre gelobt, doch wurde ein zusätzlicher Hinweis zu
Sehenswerten vermisst", sagt Lipka, der innerhalb des Vereins in der
Arbeitsgruppe "Sport und aktive Erholung" tätig ist. Die Schilder sollten an
schönen Aussichtspunkten angebracht werden.


Hans Lipka, der als ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung
Zeulenroda-Triebes, die Ausschilderung des Wanderweges maßgeblich mit gestaltet
hatte, machte sich zusammen mit Rainer Hutter, verantwortlich für die Wanderwege
in der Stadt, auf den Weg, um genau diese Stellen ausfindig zu machen. Er musste
feststellen, dass auch er nicht alles Gesehene genau identifizieren konnte.
 
Mit der aktuellen Wanderkarte für den Premium-Wanderweg und einem Laufrad, wie
es zum Ausmessen von Baustellen Verwendung findet, wurde die Strecke abgelaufen.
 
An knapp 50 Stellen gab es immer wieder herrliche Ausblicke auf Landschaften,
Flurstücke, Bauwerke oder auch auf ehemalige Mühlenstandorte. Lipka und Hutter
haben sie alle mit Kilometerangabe notiert und werden an diesen Standorten die
genormten Schilder, ähnlich den Hinweisschildern auf den Autobahnen, die auf
Sehenswürdigkeiten hinweisen, im Frühjahr anbringen.
 
Braune, knapp 50 Zentimeter lange und zehn bis 20 Zentimeter breite Holzschilder
informieren dann die Wanderfreunde künftig, was sie sehen. Und alles ist
identisch mit der aktuellen Wanderkarte des Talsperrenwanderweges.
 
Hans Lipka und Rainer Hutter haben in den letzten Wochen gemeinsam in der
Zeulenrodaer Werkstatt gewerkelt, die Schilder gesägt und gestrichen. Bei der
Beschriftung bekamen sie Unterstützung vom Kreiswanderwegewart Harry Reinhold.
Der stand den beiden Zeulenrodaern mit Rat und Tat zur Seite.
 
Nicht alle der knapp 50 Tafeln sind Hinweisschilder. So sind auch weitere grüne
Wanderschilder für spezielle Ortsangaben gefertigt worden. "Zusätzlich sind wir
noch auf fünf Stellen gestoßen, von denen aus man einen richtigen Panoramablick
hat", sagt Hans Lipka. So etwa an dem Standort Riedelmühle auf Pahrener Seite.
"Hier sieht man den Bauerfeind-Tower, das Waikiki, die Zeulenrodaer Kirche und
das Rathaus sowie die Kirche von Langenwolschendorf. Das sind tolle Ausblicke",
schwärmt Lipka.
 
Für die Fertigung von der Panoramatafeln wollen die beiden Männer die nächsten
Wochen nutzen. "Die Tafeln müssen bedeutend größer sein. Denn manchmal sind es
vier oder fünf Punkte, die benannt werden müssen", sagt Lipka.
 
Auch das Strandbad Zeulenroda könnte ein solches Panoramaschild bekommen. Von
dort aus kann man neben der Talsperrenbrücke, Quingenberg, Zadelsdorf sowie
Stelzendorf noch so manches andere Flurstück entdecken.
 
Talsperre Zeulenroda: Nachrichten, Hintergründe, Fakten
 
Heidi Henze / 14.12.12 / OTZ