Für den seit einigen Jahren angestrebten Bau eines 19 Kilometer langen Radweges
auf dem Bahnkörper der Kanonenbahn ist jetzt doch noch der Weg geebnet worden.
In der Dingelstädter Stadtratssitzung konnte Josef Rheinländer (CDU), der auch
dem Kanonenbahnverein angehört, die frohe Botschaft überbringen, dass nun von
allen Anrainergemeinden der Bauerlaubnisvertrag unterschrieben wurde.

Dingelstädt. Zuletzt hatten noch die Unterschriften von Großbartloff und
Büttstedt gefehlt. "Es sieht recht gut aus, und ich denke, das wird positiv
ausgehen", sagte Rheinländer. Nur noch weniges sei zu klären. Der Vertrag müsse
so schnell wie möglich (bis Jahresende) nach Erfurt zur Aufbaubank, damit die in
Aussicht gestellte Förderung für 2013 noch beantragt werden kann.


Michael Hoffmeier von der SPD-Grüne-Fraktion, ebenfalls in dem Verein aktiv, ergänzte,
dass nun der Eigenanteil der sechs Anliegergemeinden abhängig von der
Einwohnerzahl getragen werde. Wie Bürgermeister Arnold Metz (CDU) sagte, wird
die Stadt statt der bereits im Haushalt stehenden 80.000 nun 150.000 Euro
beisteuern.
 
Damit werde Dingelstädt als einwohnermäßig mit Abstand größte Kommune fast die
Hälfte des zehnprozentigen Eigenanteils aufbringen. Möglich gewesen wäre auch
die Aufteilung zu gleichen Teilen oder nach den Streckenkilometern. Die
Gesamtkosten liegen bei etwa 3,5 Millionen Euro. Wie der Straßenbauamtsleiter
Franz Rohmund gestern sagte, war die Wiederherstellung des Bahnübergangs zu
Jahresanfang beantragt und vor einigen Monaten genehmigt worden. Die
Verkehrsregelung werde genau anders herum wie bei einem normalen Übergang
erfolgen: mit Schranken für die Draisinen und Ampeln für den Straßenverkehr.
Wenn eine Draisine kommt, wird ein Signal eingegeben. Die Autofahrer sehen Rot,
und die Schranken lassen die Draisine durch.
 
 
Jürgen Backhaus / 20.12.12 / TLZ