Gespräche zwischen dem Kyffhäuserkreis und der Deutschen Bahn AG dauern an.
Entscheidung nicht vor Ende Januar zu erwarten.

Sondershausen. Die Planungen für einen weiteren Ausbau des
Unstrut-Werra-Radweges auf der Trasse der ehemaligen Kyffhäuserbahn ziehen sich
weiter hin. Grund dafür sind die nach wie vor laufenden Verhandlungen des
Kreises mit der Deutschen Bahn AG, wie eine TA-Nachfrage bei der Gebäude- und
Liegenschaftsverwaltung des Kreises ergab.


Radwegekonzept soll erfüllt werden
In diesem Jahr soll nicht zuletzt mit Hilfe von Fördermitteln erreicht werden,
dass der Unstrut-Werra-Radwanderweg im Kyffhäuserkreis durchgängig befahrbar ist
und damit das Radwegekonzept erfüllt wird.
 
Nur die Prüfungen alternativer Trassenführungen über die nicht mehr benötigte
Strecke der Kyffhäuserbahn zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen dauerten
länger als erwartet (TA berichtete).
 
Erst nach einer Einigung mit der Deutschen Bahn AG können die Planungen der
weiteren Abschnitte abgeschlossen und die notwendigen Fördermittel beantragt
werden.
 
Pächter der Bahnstrecke zwischen Bad Frankenhausen und Bretleben ist die
Deutsche Regionaleisenbahn-Gesellschaft mit Sitz in Berlin. Den Abschnitt
zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen hatte sie im vergangenen Jahr
jedoch abgegeben, da es keinen Bedarf dafür gegeben hatte.
 
Als Beispiel für die noch offenen Fragen nennt Iris Obijou, die Leiterin des
Kreis-Liegenschaftsamtes, etwa die Schienen. Was soll mit ihnen geschehen und
wer sich darum kümmern? Denn wenn die Bahn die Strecke abgebe, dann müsse der
Stahl auch entsprechend verwertet werden.
 
Der Kreis jedenfalls wird es nicht sein. "Das ist nicht unsere Sache, und wir
haben auch andere Aufgaben", sagt Obijou. Dennoch hofft sie, dass die letzten
Modalitäten im Laufe des Januars geklärt werden können.
 
Erst wenn die Strecke erworben worden ist, kann beim Land Thüringen eine neue
Trasse für den Radverkehr beantragt werden, informiert Obijou.
 
6,5 Millionen Euro reine Baukosten
Beginn des Radwegs auf dem Bahndamm wäre dann die Hans-Schrader-Straße in
Sondershausen. Der Wege führe dann durch die Kreisstadt, die sich ebenfalls an
den Kosten beteiligen würde. Planung, Koordination und Bau übernimmt der
Landkreis für den Freistaat. 6,5 Millionen Euro sind als reine Baukosten für den
Unstrut-Werra-Radwanderweg veranschlagt. 90 Prozent der förderfähigen Kosten
übernimmt dabei den Angaben zufolge die Thüringer Aufbaubank.
 
In den vergangenen Jahren hat der Unstrut-Werra-Radwanderweg auf dem Gebiet des
Kyffhäuserkreises Stück für Stück Gestalt angenommen. Die Teilstrecken auf den
Gemarkungen der Sondershäuser Ortsteile Hohenebra und Oberspier sowie die
Streckenabschnitte bei Rockensußra in Richtung Ebeleben konnten im vergangenen
Jahr fertiggestellt werden, ebenso der Abschnitt vom Sondershäuser Graß zur
Kreisstadt.
 
Im Jahre 2011 waren bereits die Radwanderweg-Teilabschnitte EbelebenKuhbrücke
und GunderslebenThalebra errichtet worden.
 
 
Sebastian Garthoff / 08.01.13 / TA