Früher konnte man den Verbindungsweg zwischen Eckolstädt und Döbritschen sogar
mit dem Rad benutzen. Daran ist schon lange nicht mehr zu denken. Doch damit er
als Wanderweg wieder seinen Glanz erhält, kümmern sich die Eckolstädter Bürger
längst in Eigeninitiative um den Weg.

Eckolstädt. Laut Bürgermeister Gunter Schillkamp begann dazu schon im Jahr 2010
eine "Bürger-Baum-Aktion", in deren Zusammenhang man eine ganze Reihe der alten
Pflaumenbäume an dem Weg ausgeschnitten bzw. ganz entfernt hat. Später wurde der
Weg mit Hilfe der Firma Klaus Streuber gründlich durchplaniert. Das übrigens war
die einzige Leistung, die auch von der Gemeinde bezahlt wurde, machte Schillkamp
deutlich. "Alles andere waren Eigenleistungen der Bürger."


Inzwischen wird der Weg von den Eckolstädtern vor allem in den schönen Monaten
wieder genutzt, weiß der Bürgermeister. "Die Leute laufen gerne bis zum
Döbritschener Wehr."
 
Bei der jüngsten Baumpflanzaktion wurden jetzt bei herrlichem Winterwetter 35
Kirsch- und Apfelbäume gesetzt. Zehn Mann waren daran beteiligt, überwiegend
junge Leute aus dem Eckolstädter Heimatverein. Im Frühjahr soll auf halbem Wege,
dort, wo das Sühnekreuz steht, auch noch eine Sitzgelegenheit entstehen, so dass
man sich unterwegs auch ausruhen kann.
 
Für die Pflege der Bäume hat sich Schillkamp etwas Besonderes ausgedacht: Er
will die Eckolstädter davon überzeugen, Baumpatenschaften zu übernehmen. Die
Paten hätten dann nicht nur die Pflicht, sich um "ihre" Bäume zu kümmern, wobei
es ja meist die Kleinigkeiten wie Bissschutz und ähnliches sind, für die sich
große Aktionen nicht lohnen. Im Gegenzug hätten die Baumpaten dann auch die
Gelegenheit, die Früchte von "ihren" Bäumen zu ernten.
 
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Klaus Jäger / 15.12.12 / TA