Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer: Am Bahnhofsbrücken-Kreisel in
Hermsdorf gibt es jetzt eine Übergangsfurt.

Hermsdorf. Beharrlich hat sich Friedhold Wöckel, Vorsitzendes des Hermsdorfer
Stadtrates, immer wieder für mehr Sicherheit von Fußgänger und Radfahrer unter
anderem am Bahnhofsbrücken-Kreisel eingesetzt. Befürworter fand er auch im
städtischen Ordnungsamt. Und auch die Ostthüringer Zeitung hatte die
Kernforderung nach einer so genannten Übergangsfurt thematisiert. Ein Dekra-Mann
aus Jena schaute sich daraufhin vor Ort die Gegebenheiten an und plädierte
gleichfalls für diese Lösung, die mehr Sicherheit für Passanten biete.


Seit kurzem gibt es diese Übergangsfurten quer der Fahrbahn unter anderem auch
an besagtem Kreisel in der Hermsdorfer Innenstadt. Rund elf Meter vom Kreisel
entfernt sind gestrichelte Linien quer zur Fahrbahn aufgetragen. Mit der
Maßnahme selbst sind auch die Verkehrszeichen für den Kreisverkehr einige Meter
nach vorn gerückt, erzählt Ordnungsamtsleiterin Heike Antelmann.
 
"Überqueren Fußgänger oder auch Radfahrer die Übergangsfurt am Kreisel, müssen
sowohl Kraftfahrer die sich im Kreisel befinden als auch diejenigen, die in den
Kreisel einfahren wollen, Fußgängern oder Radfahrern die Vorfahrt gewähren.
Wobei Radfahrer sogar ohne abzusteigen die Übergangsfurt nutzen können", so
Heike Antelmann.
 
Furten sind auch an den anderen Kreiseln der Stadt, City-Point und
Globus-Kreisel, umgesetzt, informiert die Stadt. Warum die Lösung erst jetzt
erfolgt sei, habe seine Gründe in den erst jetzt geänderten Bestimmung in der
Straßenverkehrsordnung, so die Stadt weiter. Mit den Übergangsfurten sind vor
allem Kraftfahrer gefordert, stärker auf Passanten zu achten. Allerdings sollten
Letztere ihr Recht auch nicht erzwingen. Sinnvoll wäre sicher auch, mit einer
vorbeugenden Polizeiaktion auf die verkehrsrechtliche Veränderungen aufmerksam
zu machen.
 
 
Andreas Schott / 02.10.12 / OTZ