Auf dem inzwischen durchgehenden Asphaltband des neuen Radweges nimmt die
illegale Benutzung der Strecke durch motorisierte Fahrzeuge zu. Diese
Beobachtung wurde nicht nur zur Eröffnung des zweiten Teilstücks zwischen
Ilmenau und Langewiesen moniert - auch im Möhrenbacher Gemeinderat wurde das
jetzt Thema.

Möhrenbach. "Momentan ist das die ideale Rennstrecke für Motorräder", stellte
Wolfgang Löser in der Bürgerfragestunde fest. Diesem Treiben müsse
schnellstmöglich Einhalt geboten werden, hieß es. Dieser Forderung
gegenübergestellt, blieben die Gemeinderäte und Bürgermeister Bastian Hoffmann
ziemlich ratlos und beließen es vorerst dabei, die ungerechtfertigte Benutzung
des noch im Bau befindlichen Radweges zur Kenntnis zu nehmen.


Wolfgang Löser lobte den Fahrradweg als touristische Attraktion auch für den Ort
am Fuße des Langen Berges. Mit Sicherheit werde der Möhrenbach-Gehrener
Streckenabschnitt genau wie der zwischen Ilmenau und Langewiesen gerne
angenommen, meinte er.
 
Vier Flurstücke in der örtlichen Gemarkung von Möhrenbach werden dazu als
Fahrradstraße gewidmet. Zwar ist die Stadt Großbreitenbach Eigentümerin der
Flächen, die Widmung selbst kann sie aber nicht vornehmen, da die Grundstücke
wiederum nicht auf ihrer Gemarkung liegen. Gemeinderat Willy Beyermann fragte
nach, welche Pflichten die Gemeinde mit ihrem Widmungsbeschluss übernehme. Er
denke an die Erhaltungskosten, die auf die Gemeinde zukommen können, wenngleich
sie kein Eigentümer der Flächen ist.
 
Verwaltungsgemeinschaftsvorsitzende Beate Misch konnte diese Bedenken
zerstreuen. Zum einen würde der solide gebaute Radweg in den nächsten Jahren
vermutlich keine Kosten verursachen. Und zum anderen würden sich, wenn
notwendige Arbeiten zu leisten seien, auch Möglichkeiten der Finanzierung
finden. "Ich habe außerdem die Hoffnung nicht verloren, dass sich eines nicht
allzu fernen Tages die Gemeindekasse wieder füllen wird", sagte Beate Misch .
 
 
Karl-Heinz Veit / 22.08.12 / TA