Die Kyffhäuserbahn-Strecke zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen soll
künftig von Radfahrern genutzt werden. Das sieht das Konzept des Kreises für den
Bau des Unstrut-Werra-Radweges zwischen Mühlhausen, Sondershausen und Artern
vor.

Sondershausen. Erste Gespräche werden laut Landratsamt derzeit mit Deutscher
Bahn und dem Pächter der Strecke, der Deutschen Regionaleisenbahn, geführt. Für
die Reaktivierung dieses Abschnitts sah die Regionaleisenbahn 2011 kaum Chancen.
Wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben sei einzig die Strecke zwischen Bad
Frankenhausen und Bretleben, hieß es. Dem neuen Nutzungskonzept könnte das
Unternehmen also nicht abgeneigt sein.


Die Bauarbeiten für die Teilstrecke zwischen Hohenebra und Oberspier und die
Strecke bei Rockensußra in Richtung Ebeleben sollen dagegen noch dieses Jahr
abgeschlossen sein. Die Fortsetzung des Weges vom Graß bis Sondershausen wird
wohl im Herbst beginnen und könnte laut Straßenbauamt Nordthüringen ebenfalls
Ende des Jahres fertig werden.
 
2011 waren schon die Teilstrecken Ebeleben-Kuhbrücke und Gundersleben-Thalebra
errichtet worden. Planung, Koordination und Bau übernimmt der Kreis für den
Freistaat. 6,5 Millionen Euro seien als reine Baukosten für den
Unstrut-Werra-Radweg veranschlagt, so Kreis-Pressesprecher Heinz-Ulrich Thiele.
90 Prozent der förderfähigen Kosten übernehme die Thüringer Aufbaubank.
 
 
Andrea Hellmann / 22.08.12 / TA