Am Radweg zwischen Sundhausen und Boxberg weisen jetzt drei Schautafeln auf "Die
Bedeutung der Honigbienen für den Menschen" hin. Es ist der erste Bienenlehrpfad
dieser Art in Thüringen, sagt Oliver Storch. Bemerkenswert auch: Es handelt sich
dabei um das Resultat einer Schülerarbeit.

Gotha. Die Ernestiner Claudia Mickel, Lisa Jäger, Clara Stasulewitz und Oliver
Storch haben für ihre Seminarfacharbeit zum Thema "Die Bedeutung der Honigbienen
für den Menschen" dafür gesorgt, dass drei Schautafeln aufgestellt wurden. Die
Biene habe sie weniger als Honigproduzentin interessiert, sondern mehr aus
biologischer Sicht, sagt Oliver Storch. "Wir wollten das Verhältnis Mensch-Biene
von vielen Seiten beleuchten", fügt Clara Stasulewitz hinzu. "Zu drei Imkern
haben wir Kontakt aufgenommen", berichtet Lisa Jäger. Insbesondere Edgar Heinze
aus Emleben stand den vier Gymnasiasten mit Rat zur Seite. Den jetzigen
Zwölftklässlern war klar, dass die für eine Seminarfacharbeit übliche
Präsentation in Form von Schautafeln erfolgen sollte. "Wir wollten etwas
Außergewöhnliches aufstellen, was nicht jeder hat", kennzeichnet Claudia Mickel
den Beweggrund.


Angesichts der Fülle des Materials beließen es die Gymnasiasten nicht bei einer
Tafel, sondern stellten derer drei auf. Den Schülern gelang es auch, Sponsoren
zum Umsetzen ihrer Idee zu gewinnen. Unter anderem steuerte das Umweltamt 1000
Euro bei. Als Standort wählten sie den Weg zwischen Sundhausen und Boxberg, weil
in dessen Nähe Olaf Pietsch Bienenstöcke unterhält. Pietsch sei kein Imker im
herkömmlichen Sinne, sondern Bienenschützer. Er halte Bienen nicht wegen des
Ertrags, sondern weil sie unverzichtbar für Mensch und Natur seien.
 
 
Wieland Fischer / 06.09.12 / TLZ