Altenburger Land. Am 17. April wurde das erste von 664 Schildern der neuen touristischen Radwegebeschilderung des Landkreises aufgestellt.
Radplaner Peter Leischner hatte im Auftrag des Fremdenverkehrsverbands Altenburger Land eine Beschilderungskonzeption für insgesamt vier Rundrouten mit über 155 km erarbeitet, die im Auftrag des Landkreises in den vergangenen Monaten umgesetzt wurde.

Das letzte Schild wurde nun in Waltersdorf symbolisch angeschraubt. Neben der zielorientierten Streckenbeschilderung zu 345 Standorten weisen die nach dem offiziellen Thüringer und Sächsischen Standard neu gestalteten Schilder mit farbigen Plaketten auf die jeweiligen Rundrouten, aber auch auf überregionale und thematische Routen hin. Dazu geben die 239 Hauptwegweiser noch Auskunft über die Infrastruktur mit Symbolen für Bahnhöfe, Gaststätten und Sehenswürdigkeiten, die nun auch ohne Kartenmaterial gut auf dem Drahtesel zu finden sein werden.


Insgesamt standen 70 000 Euro in diesem Jahr für die Konzeption und die Aufstellung der Beschilderung zur Verfügung. Da im Sinne der Landesförderung nur überregionale Wege wie der Thüringer Städtekette-Radweg und Hauptwege wie der Pleiße-Radweg förderfähig sind, entschied man sich für die Nutzung des Regionalbudgets. Allerdings können die Bürger des Altenburger Landes und ihre Gäste nun zwar viele, wenn auch noch nicht alle Ecken des Landkreises erkunden. Denn vom Altenburger Land führen die Wege traditionell ins Kohrener Land, ins Zwickauer Land nach Waldenburg und Blankenhain, aber auch in Richtung Ronneburg. Um einerseits die finanziellen Belastungen über mehrere Jahre zu verteilen und andererseits etwas mehr Zeit für die überregionalen Planungen zu gestatten, entschied man sich dazu, die landkreisübergreifenden Radrouten erst in einem zweiten Teilabschnitt gemeinsam mit den Nachbarlandkreisen umzusetzen. Zudem sollen in einem dritten Schritt auch Zielführungen ausgeschildert werden, so dass man auch von Schmölln nach Meuselwitz und dann nach Zeitz, von Borna über Frohburg nach Göpfersdorf, oder von Crimmitschau über Schmölln nach Altenburg ohne sich zu verirren sicher fahren kann, erläutert Christine Büring vom Fremdenverkehrsverband Altenburger Land das ehrgeizige Konzept. Der Verband setzt sich seit Jahren für die Umsetzung einer modernen Beschilderung ein und hofft auf Unterstützung, damit auch der zweite und dritte Abschnitt des Projekts in den folgenden beiden Jahren verwirklicht werden kann. Auch die Landrätin Michaele Sojka (Linke) sieht im Radtourismus eine Chance für die Entwicklung des ländlichen Raumes, aber durchaus auch für die Stadt Altenburg: "Übernachtungsgäste bleiben länger, wenn sie Kultur mit aktivem Erleben des Landkreises verbinden können und Ausflugstouristen haben es aus den sächsischen Metropolen nicht weit. Touristische Wege verbinden zudem das Altenburger Land mit dem dicht bevölkerten mitteldeutschen Raum und geben dem Landkreis so immer stärker die immer schon geforderte Scharnierfunktion."