Trotz Sommerpause des Stadtrates - der Bau- und Verkehrsausschuss hat sich am
Donnerstagabend mit einem bunten Strauß von Problemen befasst: Straßenlärm,
Fahrradparkplätze, Pappelstiegbrücke und Graffitiprojekt am Nordbahnhof. Vieles
war abschließend noch nicht zu klären.

Erfurt. So wie die Feinstaubbelastung soll in der Stadt nun auch Verkehrslärm
bekämpft werden. Gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt und Geologie wurden in
den vergangenen Wochen Lärmmessungen in der Stadt vorgenommen und eine Lärmkarte
erstellt. Allerdings nur in Straßen mit vermuteter Belastung. Nun soll bis zum
Frühjahr ein Plan entstehen, wo etwas gegen Straßenkrach getan werden soll.
Möglichst viele Bürger sollen beteiligt werden - aber noch liegt ein
Diskussionspapier nicht vor, wurde der Ausschuss informiert. Konkretere Pläne
gibt es indes zum Rad-Haus am Bahnhof, dort die Fahrradboxen abzuschaffen. Dafür
sollen 64 neue Fahrradparkplätze entstehen, wo Räder auf Bügeln abzustellen
sind. Die Boxen könnten an Endhaltestellen der Stadtbahnlinien aufgestellt
werden, so ein Vorschlag. Kostenpunkt: 72.700 Euro.


Viel Streit gibt es derzeit zwischen Bürgern, Evag und Stadt um das
Graffiti-Projekt an der Fußgängerbrücke am Nordbahnhof. Die Bürger von
Ilversgehofen sehen das Projekt als gescheitert an. Es seien immer neue Hürden
aufgebaut worden. Die Evag wolle offenbar das Projekt nicht. Das dafür
bereitgestellte Geld sei für die Reparatur und Grundierung der Brücke
draufgegangen. Für die Künstler sei kein Geld mehr da, sagte Uta Fischer für die
Bürger von Ilversgehofen. Die Evag erklärte indes, es gäbe gar keine Probleme.
Nun wird ein Vor-Ort-Termin diskutiert. Ärger gibt es weiter mit der
Pappelstieg-Brücke. Die jetzige ist nur gemietet. Eine neue Brücke müsste her,
jetzt wird verlangt, dass sie in das Buga-Konzept passt. Das aber gibt es noch
nicht. Dabei läuft der jetzige Mietvertrag für die Brücke im Juni 2013 aus. Eine
Entscheidung ist nötig - und schnellstmöglich ein Antrag auf Fördergelder. Falls
sie kommen, könnte die Entwurfsplanung 2013 beginnen. Da drückt die Zeit - trotz
Stadtrats-Sommerpause.
 
Angelika Reiser-Fischer / 08.09.12 / TA