15 Jahre nach der Stilllegung der Eisenbahnstrecke zwischen Ilmenau und
Großbreitenbach wurde am Freitag der mit 3,8 Kilometern zweitlängste Abschnitt
des Bahntrassenradweges in Langewiesen eingeweiht.

Langewiesen. Bürgermeister Horst Brandt (SPD) erinnerte an die ersten Vorschläge
für eine neue Nutzung des Schotterbetts im Jahr 1992, als das Aus der Bahnlinie
bereits absehbar war - und an das Ringen mit Naturschützern zwei Jahre später.
Der Grund: Bodenbrüter könnten sich im Feuchtgebiet zwischen Langewiesen und
Gehren durch Radfahrer gestört fühlen. Doch auch ICE-Trasse, der Neubau der B 88
und nicht immer Einigkeit unter den Kommunen selbst konnten dem Projekt
langfristig nichts anhaben.


Beate Misch(CDU), Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft "Langer Berg"
und Koordinatorin des Vorhabens, zeigte sich recht zuversichtlich, dass bereits in
wenigen Wochen der Radweg bis hinter den ehemaligen Bahnhof von Möhrenbach
durchgehend auf Asphalt befahrbar ist.
Im nächsten Jahr sollen dann die Spangen nach Großbreitenbach und Neustadt am
Rennsteig geschlossen werden.
Der Bahntrassenradweg kostet rund 1,6 Millionen Euro und wird zu 90 Prozent vom
Land gefördert. Landrätin Petra Enders bezeichnete das 20 Kilometer lange
Asphaltband als Beweis für das Funktionieren interkommunaler Zusammenarbeit und
als ein wichtiges Argument für den Tourismus in der Region. Die Akzeptanz des
Radweges übertrifft bereits jetzt die Erwartungen der Kommunalpolitiker: "Die
Strecke wird wahnsinnig gut angenommen", schätzte Horst Brandt ein.
 
Arne Martius / 18.08.12 / TA