Der Asphaltrand teilweise wellig, der Rand an einigen Stellen abgedrückt, an
einer Stelle die Oberfläche aufgerieben - der Treckerfahrer, der vorige Woche
über den gerade frisch aspaltierten Radweg zwischen Heldrungen und
Oberheldrungen gedonnert und vor der Absperrung wieder umgekehrt ist, hat ganze
Arbeit geleistet.

Heldrungen. Auch wenn auf den ersten Blick nichts zu sehen ist und beim
Radfahren nichts holpert. "Es ist wirklich ärgerlich. Da ist gerade wieder ein
Stück Infrastruktur fertig, wird es gleich wieder demoliert", grämte sich
Heldrungens Bürgermeister Norbert Enke (BfH) am Montagabend am Rande der
Stadtratssitzung noch immer. Bei der Bauberatung am Morgen hatten auch Planer
und die bauausführende Firma die Schäden begutachtet und zum Glück bloß als
"Schönheitsfehler" eingestuft, berichtete Enke. Doch das Wichtigste für ihn: Die
Baufirma wird die Gewähleistung trotzdem übernehmen.


Wie die Baufirma die
abgefahrenen Fahrbahnränder mit dem Bankett löst, das beidseitig angebracht
werden soll, bleibe abzuwarten. 1200 Meter lang ist der kombinierte Rad- und
Landwirtschaftsweg, der derzeit zwischen Heldrungen und Oberheldrungen entsteht.
Mit drei Vierteln der Strecke liegt der längste Abschnitt auf Oberheldrunger
Gebiet.
Um ihren Zwiebelbauern keine weitere Anbaufläche zu entziehen, hatte es die
Stadt Heldrungen im Vorfeld abgelehnt, den Weg auf ihrer Gemarkung ebenfalls
parallel zur Ortsverbindung verlaufen zu lassen. Stattdessen wurden vorhandene
Feldwege genutzt und ausgebaut. Wieso allerdings Bauern angesichts der
komfortablen Breite von 3,50 Meter ihre Landmaschine trotzdem am rechten Rand
entlangsteuern, vermag sich Heldrungens Bürgermeister nicht so richtig zu
erschließen. Er sieht schon bald die nächsten Schäden entstehen. Dabei soll der
Weg in der Perspektive bis Hauteroda gehen. Ob dann am ersten Stück schon wieder
die Sanierung fällig ist?
 
Kerstin Fsicher / 01.08.12 / TA