Die gute Nachricht des Tages kam gestern aus dem Straßenbauamt Ostthüringen. Am
Montag, dem 23. Juli, beginnt der langersehnte Bau des letzten Abschnitts des
Radweges entlang der B 7 durch das Jenaer Mühltal nach Isserstedt.

Jena. Vor einem Jahr hatte das Amt den planerisch bereits vorbereiteten Bau auf
Eis legen müssen: Kein Geld. Nun sind die 1,1 Millionen Euro vorhanden, mit
denen das genau 2010 Meter lange Stück zwischen dem Holzplatz im Mühltal und dem
Sportplatz Isserstedt gebaut werden soll. Die Breite der Fahrbahn beträgt
zwischen zwei und drei Metern. Im Frühjahr 2013 können ihn dann die ersten
Radler nutzen. "Für den jetzt zu bauenden Abschnitt wurde von 2007 bis 2010
gemeinsam mit der Naturschutzbehörde der Stadt Jena eine vertretbare Lösung
erarbeitet, da die B 7 in diesem Bereich durch verschiedene Schutzgebiete
verläuft", sagt Projektleiter Stephan Saalfeld vom Straßenbauamt Ostthüringen.


So werde durch kleine Stützmauern und verminderte Wegbreiten an besonderen
Engstellen der Eingriff im Gelände minimiert. "Insgesamt ein aufwendiger und
kostenintensiver Radweg", so Saalfeld. Erforderlich ist beispielsweise der Bau
einer Brücke mit 13 Meter Spannweite über die Leutra. Begonnen haben die
Ostthüringer Straßenbaubehörde und die Stadt mit den Planungen für diesen Radweg
zwischen Jena und Isserstedt bereits um die Jahrtausendwende. "Es wurden
verschiedene Varianten untersucht. Insbesondere die über Waldwege schieden aus.
Das hatte topographische als auch soziale Gesichtpunkte", sagt Saalfeld. 2003
wurde der Abschnitt von der Gaststätte " Carl August" bis zum "Großschwabhäuser
Grund" und 2007 der Abschnitt vom "Großschwabhäuser Grund" bis zum
Holzlagerplatz gebaut. Von da aus gibt es einen Anschluss an das Radwegenetz
Weimar-Land.
Eine Weiterführung des Radweges ab Isserstedt nach Apolda ist derzeit nicht
geplant, sagt Projektleiter Saalfeld.
 
Lutz Prager / 19.07.12 / OTZ