Ein weiterer Teilabschnitt wurde mit Ansprachen und einem Kulturprogramm
übergeben. Viele Teilnehmer der Eröffnung reisten schon mit dem Fahrrad an.

Warza. Ob das Wetter wohl halten wird? Das fragte sich am Donnerstag, wenige
Stunden vor der Eröffnung des zwölften Teilabschnittes des
Nessetal-Radwanderweges, die VG-Vorsitzende Cornelia Frohn. Denn sie und ihre
Helfer aus Warza und der Verwaltung hatten einiges für das Treffen am Ende des
Hausplanweges in der Gemeinde an der Bundesstraße 247 vorbereitet.


Die Jagdhornbläser "Fahner Höhe" waren angetreten, die Kinder aus dem Kindergarten
hatten ein Programm eingeübt - und Frauen aus dem Ort hatten Kaffee und Kuchen
mitgebracht. Tische und Bänke waren aufgestellt. Die meisten Gäste der Eröffnung
reisten sogar selbst mit dem Fahrrad an. Uwe Wieczorek, Gemeindearbeiter in
Warza, hatte noch eine Fahne mit dem Wappen des Ortes beschafft und neben dem
Absperrband befestigt. Straff im Wind wehend, kündigte sie das nahende
Regenwetter an. Die Sonne schien bis zur letzten Ansprache. Als dann der 1.
Beigeordnete des Landkreises Gotha, Helmut Marx (SPD), Cornelia Frohn, Lutz
Walther vom Architekturbüro und Warzas Bürgermeisterin Martina Kaspar das Band
durchschnitten, setze der Regen ein. Zu einer kurzen Probefahrt auf dem neuen,
über zwei Kilometer langen Teilstück zwischen Goldbach und Warza ließ sich ein
Teil der Fahrradfahrer dennoch überreden.
Vom Verkehrslandeplatz Eisenach-Kindel über Friedrichswerth und Brüheim kann man
nun bis Warza auf einem gut ausgebauten Fahrradweg fahren, der zumeist weitab
der Autoabgase durch schöne Landschaft führt. Von Erfurt aus gelangt man ähnlich
sportlich-komfortabel bis Molschleben. Das fehlende Stück über Pfullendorf und
Bufleben beeinhaltet auch den Neubau einer Brücke über die Nesse und soll im
nächsten Jahr fertig werden. Für den jetzt freigegebenen Abschnitt wurden rund
360.000 Euro ausgegeben, rund 90Prozent davon sind Fördermittel. Den Rest haben
die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Nessetal
aufgebracht.
 
Peter Riecke / 20.07.12 / TA